Die Essenz Regionaler Wirtschaftsgemeinschaften

Oder: Regionale Wirtschaftsgemeinschaften — eine Bewegung von unten…

Was der Bauch ahnt

Ich sehe utopische Welten, wo alle in Liebe und Freude leben, wo ein maßvolles und ausgeglichenes Miteinander und mit allen Facetten der Öko- und Biospären für jeden ein sorgenfreies und zukunftssicheres Leben erschafft.

Auf diesen Welten gibt es kein Geld, weil ein Austausch von Leistungen — zwischen anscheinend voneinander getrennten Individuen — nicht stattfindet. Geld hätte keine Funktion, weil alle sich vorrangig für das Wohl aller einbringen. Schon als Kind begreift man dort zutiefst, dass das eigene Wohl nur im Rahmen des Gemeinwohls möglich ist, dass diese zwei Dinge gar nicht voneinder trennbar sind. Der Gedanke, dass dies zwei unterschiedlichen Kategorien wären, kommt gar nicht auf. Ein Anreiz etwas zu tun ist unnötig, weil es erfüllt, für sich und andere gleichzeitig kreativ und fürsorglich zu handeln.

Dort gibt es Besitz nur im Sinne von Gebrauch — Kleidung, Wohnraum, Erinnerungs- und Kunstgegestände; Eigentum hingegen existiert nicht einmal als Begriff. Das Land liegt im Besitz aller Wesen der Ökosphäre; die möglichst kooperative, geschickte und vielseitige Nutzung dessen wird zum Wohl aller Wesen als hohe Kunst praktiziert und verfeinert.

Jaaa — Ahhhh — genau das wünsche ich mir!

 

Wonach das Herz sich sehnt

Ich weiß, dass wir nicht voneinader getrennt sind, dass Alles mit Allem verbunden ist. Ich weine bitterlich angesichts des unermesslichen Leidens auf unserem Planeten, weil ich es empfinde — auch dann, wenn es nicht gerade in mir stattfindet. Konkurrenz, Neid, Mißtrauen, Gier, Verdrängung, Ausbeutung, Anspruchsdenken, Krieg — weil wir die Dinge aus der Ich-Perspektive empfinden, und weil wir sie nicht konsequent zu Ende denken. Ich sehne mich nach einem Leben, dass von Grund auf mit der Wahrheit kongruent ist. Diese Wahrheit hat viele Namen — All-Eins-Sein, Verbundenheit, Wir-Gefühl, Verwobenheit, Gegenseitigkeit — die alle die gleiche Tatsache beschreiben.

Ich bin davon überzeugt, dass es in dieser schier unendlichen Existenz unermesslich viele Möglichkeiten gibt, das äußere Leben im Einklang mit dem Einssein zu gestalten. Ich freue mich über jeden einzelnen davon. Doch das ist nicht meine aktuelle Situation, sondern meine Sehnsucht. Diese Sehnsucht ist der Same, der zu einem mächtigen Baum wachsen möchte.

Erst wenn wir zutiefst begriffen haben, wenn die Erkenntnis unser Sein durchflutet hat, dass wir geistig verbunden sind und materiell in einem Boot sitzen, wenn wir wissen, dass das eigene Wohlergehen nur im Rahmen des Wohls aller möglich ist… erst dann werden wir im wahren und freudvollen Miteinander leben — und diese Erde in ein Paradies verwandeln.

Mögen alle Wesen glücklich sein!

 

Was der Verstand zusammen mit Bauch und Herz ersonnen hat

Ich dachte früher, dass ich, der Verstand, Alleinherrscher wäre; inzwischen lebe ich viel entspannter und glücklicher auf Augenhöhe mit Bauch und Herz. Keiner ist besser oder schlechter, wir sind einfach unterschiedlich — und es muss jedem von uns gut gehen, damit es im Ganzen gut geht. Als Team sind wir so richtig kreativ, wir haben geschrieben:

 

Statt zu denken: Es ist ja nur ein Tropfen auf dem heißen Stein........ Steter Tropfen höhlt den Stein! Wir können die Welt nicht verändern, wenn wir uns nicht ändern.
Ruediger Dahlke

* Worte dieses einen Punktes vom Gemeinschaftsprojekt